Viele Erkrankungen gehen mit Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen einher. Die Abklärung solcher Beschwerden umfasst einerseits eine sorgfältige Patientenbefragung (sogenannte Anamneseerhebung) und andererseits verschiedene klinische und apparative Untersuchungen.
Bei der Anamnese sind folgende Punkte wichtig:
Beginn und Dauer der Symptome, Art des Schwindels, auslösende Faktoren, begleitende Symptome, vorbestehende Erkrankungen.
Anschliessend wird der Patient / die Patientin fachärztlich untersucht und das Gleichgewichtssystem wird verschiedenen Testen unterzogen. Neben klinischen Untersuchungen wird eine Videonystagmografie, welche mehrere computerunterstützte Untersuchungen beinhaltet, durchgeführt. Je nach Fragestellung werden auch vestibulär evozierte myogene Potenziale geprüft.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache der Gleichgewichtsstörung und umfasst medikamentöse Behandlungen, Gleichgewichtstraining, Lagerungsmanöver, Balancemaster.

In diesem Test wird durch Beschallung des Innenohres ein Teil des Gleichgewichtsorganes, der sog. Sacculus, erregt. Diese Erregung löst ein leichtes Zusammenziehen der Halsmuskulatur aus. Diese Reaktion kann am Muskel durch aufgeklebte Hautelektroden gemessen werden. Bei fehlender muskulärer Reaktion kann eine Sacculusfunktionsstörung nachgewiesen werden.
